Gefährdungsbeurteilungen nach Betriebssicherheitsverordnung

Seit 1. Juni 2015 gilt die aktualisierte Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Sie bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, die Auswirkungen auf den Betrieb von Aufzugsanlagen haben. Die Betriebs­sicherheitsverordnung betrifft auch die "überwachungsbedürftige Aufzugsanla­gen". Dazu zählen alle Aufzüge mit Personenbeförderung (z.B. Personenaufzüge, Lastenaufzüge, Paternoster oder Bauaufzüge) mit einer Förderhöhe größer 3 Meter.

Unabhängig davon, ob es sich um einen Personen-, Lasten- oder Bauaufzug han­delt, ist jede Aufzugsanlage nach dem Stand der Technik zu betreiben. Um dies zu gewährleisten, muss eine Gefährdungsbeurteilung im Sinne der novelierten BetrSichV durchgeführt werden, aus der sich, abhängig vom Stand der Technik der Anlage, zu­sätzliche sicherheitstechnische Maßnahmen oder organisatorische Schutzmaßnah­men ergeben können.

Eine Gefährdungsbeurteilung ist auch für neue Aufzugsanlagen notwendig und soll bereits vor der Beschaffung durchgeführt werden. Viele Aspekte zur Nutzung einer Auf­zugsanlage sind schon durch die Planung bekannt und sollen in die Beschaffung ein­fließen.

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